Satzung

§ 1  Name und Sitz des Vereins

1.  Der Verein führt den Namen „Landesverband für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung Baden-Württemberg“.
2.  Sitz des Vereins ist Heilbronn.
3.  Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
4. Der Verein wird beim Amtsgericht Stuttgart als eingetragener Verein geführt.

§ 2 Zweck

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele und Anliegen im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

2. Zweck des Landesverbandes für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung Baden-Württemberg ist die nachhaltige Förderung und Pflege der naturwissenschaftlich-technischen Jugendbildung, die Heranführung Jugendlicher an Wissenschaft und Forschung im außerunterrichtlichen Bereich und in der vorbereitenden naturwissenschaftlich-technischen Berufsbildung sowie in der Ausbildung Ehrenamtlicher.

Ferner entwickelt und erprobt der Landesverband Konzepte in der naturwissenschaftlich- technischen Jugendbildung:

a) die sich an Jugendliche wenden, die einen erschwerten Zugang zu dieser Thematik haben, zum Beispiel Jugendliche aus Einwandererfamilien und bildungsfernen Schichten
b) die dazu beitragen, junge Menschen mit Mitteln der technischen Bildung zu einer selbstbewussten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln
c) die eine vertiefte Berufsorientierung auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet ermöglichen, um zum Beispiel sozialer Benachteiligung entgegen zu wirken.

3. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

a) Verbreitung und Vernetzung von Erkenntnissen bei der Vermittlung technisch-naturwissenschaftlicher Jugendbildung
b) Förderung des ehrenamtlichen Nachwuchses
c) Anregungen zur Schaffung und Weiterentwicklung von Qualifizierungslehrgängen und handlungsorientierten Konzeptionen zur Umsetzung technisch-naturwissenschaftlicher Jugendbildung in unterschiedlichen Lernorten
d) Pflege der Kooperation mit Schulen, Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen und engagierten Einzelpersonen
e) landesweite Netzwerktreffen und die Durchführung von interdisziplinären Kolloquien und Fachtagen
f) die Entwicklung und Vertiefung evaluativer Ansätze und Forschungen
g) die Fortentwicklung, Förderung und Veröffentlichung von eigenständigen Ansätzen der Praxis und deren wissenschaftliche Auswertung
h) den Betrieb einer Internetplattform.

 § 3  Selbstlosigkeit, Gemeinnützigkeit

1.  Der Verein erstrebt keinen Gewinn.
2. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.
3. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwandt werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Soweit sie im Auftrag für den Verein tätig sind, können sie nur die notwendigen Auslagen erstattet bekommen.
4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4  Mitgliedschaft

1. Im Landesverband können als Mitglieder Organisationen und Einzelpersonen aufgenommen werden, die mit ihrer Tätigkeit naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung unmittelbar umsetzen und sich für die Zwecke des Landesverbandes praktisch, wissenschaftlich oder in der Öffentlichkeit einsetzen.
2.  Mitglieder können natürliche und juristische Personen sein.
3. Über die Aufnahme als Mitglied entscheidet der Vorstand.
4.  Die Mitgliedschaft endet
a)  bei natürlichen Personen mit dem Tod des Mitgliedes,
     bei juristischen Personen mit ihrer Auflösung,
b)  durch freiwilligen Austritt,
c)  durch Ausschluss aus dem Verein.

5. Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand zum Ende des Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten.
6. Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz zweimaliger Mahnung mit dem Beitrag für ein Jahr im Rückstand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung in einer angemessenen Frist (2 Monate) Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme gegeben werden. Gegen die Ausschließung kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen und die Aufhebung des Ausschlusses beantragen.

§  5 Mitgliedsbeiträge

Die Mitglieder zahlen Beiträge in der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Höhe. Näheres regelt die Finanz- und Geschäftsordnung.

§ 6  Vereinsorgane, Beschlussfähigkeit

1.  Organe sind:
a)  Mitgliederversammlung
b)  Vorstand

2. Die Organe sind beschlussfähig, wenn zu den jeweiligen Sitzungen mit einer Frist von mindestens 2 Wochen (Vorstand 2 Wochen) schriftlich und unter Angabe der Tagesordnung eingeladen wurde. Die Organe beschließen und wählen - außer Satzungsänderung und Auflösung des Vereins - mit der einfachen Mehrheit der vertretenen Mitglieder. Mitgliedsorganisationen haben jeweils eine Stimme. Enthaltungen werden nicht mitgezählt. Gefasste Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Schriftführer und vom Vorsitzenden zu unterschreiben.

§  7  Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist im Regelfall jährlich einzuberufen. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 2 Wochen unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
2. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Landesverbandes, sie hat insbesondere folgende Aufgaben:
a)  Wahl und Abwahl des Vorstandes,
b) Entlastung des Vorstandes, Aufhebung des Ausschlusses eines Mitgliedes,
c)  Entgegennahme des Geschäftsberichtes,
d)  Bestellung von zwei Rechnungsprüfern, die dem Vorstand nicht angehören, für die Dauer von zwei Jahren. Eine erneute Bestellung ist möglich.
3.  Zur Ausübung des Stimmrechtes kann ein Mitglied ein anderes schriftlich bevollmächtigen und sein Stimmrecht übertragen.
4. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 25% der Mitglieder vertreten sind.
5. Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter oder ein anderes Vorstandsmitglied geleitet.
6. Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit der Stimmen von 2/3 der Mitglieder beschlossen werden. Zur Auflösung bedarf es 3/4 der Mitglieder.
7. Beschlüsse können auch außerhalb von Sitzungen schriftlich, per E-Mail oder andere vergleichbare Formen gefasst werden. Der Vorstand hat bei einer schriftlichen Beschlussfassung sicherzustellen, dass die Entscheidung in namentlicher Abstimmung getroffen wird. Die Beschlussvorschläge müssen bis zu einem zuvor exakt benannten Tag beim Vorstand eingehen, um Berücksichtigung bei der Auszählung zu finden. Dieser Tag darf nicht früher als zwei Wochen nach dem Tag des Versandes der Stimmzettel festgesetzt werden. Die schriftliche Beschlussfassung ist nur zulässig, wenn kein Vereinsmitglied innerhalb einer Frist von sieben Tagen ab dem Tag der Versendung der Beschlussvorschläge diesem Verfahren widerspricht. Das Ergebnis der Abstimmung ist durch den Vorstand schriftlich zu dokumentieren, zu unterzeichnen und den Vereinsmitgliedern unverzüglich zur Kenntnis zu geben.

§ 8  Vorstand

1. Dem erweiterten Vorstand obliegt die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er bestimmt und verantwortet die Geschäftsführung.
2. Der erweiterte Vorstand besteht aus dem/der Vorsitzenden, dem/der Stellvertreter/in, dem/der Schriftführer/in, dem/der Schatzmeister/in und höchstens vier Beisitzer/innen. Sie werden von den Mitgliedern für die Dauer von drei Jahren gewählt. Weitere Amtsperioden sind möglich. Für den/die Vorsitzende(n) gilt eine Amtszeit von maximal vier Amtsperioden. Nach Beendigung der Amtszeit kann der/die Vorsitzende eine andere Funktion im Vorstand einnehmen.
3. Die jeweiligen amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind und ihre Amtstätigkeit aufnehmen können.
4. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter vertreten je einzeln den Verein gerichtlich und außergerichtlich, wobei im Innenverhältnis bestimmt wird, dass der Stellvertreter von seiner Vertretung nur Gebrauch machen darf, wenn der Vorsitzende verhindert ist.
5. Der erweiterte Vorstand gibt sich eine Geschäfts- und Finanzordnung, die für den Landesverband als Ganzes bindend ist.
6. Der Vorstand legt der Mitgliederversammlung im Rahmen des jährlichen Geschäftsberichtes einen Tätigkeitsbericht vor.

§ 9  Fachgruppen und Beiräte

Der Landesverband kann Fachgruppen und Beiräte einrichten, wenn dies der Förderung von Teilgebieten der naturwissenschaftlich-technischen Jugendbildung dient. Fachgruppen behandeln und vertreten im Landesverband sachlich abgrenzbare Gebiete der Praxis und Theorie naturwissenschaftlich-technischer Jugendbildung. Aufgabe der Beiräte ist es, den Vorstand bei der Erreichung der in 

§ 2 genannten Zwecke des Landesverbandes zu unterstützen und zu einer Verbesserung der Vermittlung naturwissenschaftlich-technischer Jugendbildung, der Arbeitsbedingungen vor Ort und der Verbreitung der Arbeitsergebnisse in den jeweiligen Fachgebieten beizutragen.

§  10  Auflösung

1. Der Beschluss zur Auflösung des Landesverbandes für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung in Baden-Württemberg kann nur nach Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.
2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft für die Förderung von außerunterrichtlicher Jugendbildung in Baden-Württemberg.

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